Froh auf der Suche nach dem großen Dingsbums

Kabarettlandschaften 18. September 2011

IMG_0584Das Kabarett-Duo F.R.O.H, das für Freie Radikale ohne H… steht, wobei das H… für alles mögliche wie Hirn, Hosen oder Hunger gesehen werden kann, besteht aus Sabine Kunz und Rainer Obkircher. Die beiden gelernten Schauspieler bringen intelligentes Kabarett durch szenische Darstellungen mit hohem Spaßfaktor gekonnt auf die Bühne.

Am Freitag, dem 16. September beehrten die beiden Künstler den Kulturkeller Ternitz und eröffneten mit ihrem Programm “Das große Dingsbums” die neue Kabarettsaison.

Als DDr. Anna Lyse und DDr. Prof. Theo Retisch suchen die beiden nach dem Rezept für das ultimative Wissen, der ultimativen Weisheit und dem ultimativen Glück und finden es im großen Dingsbums.

Die verschiedensten menschlichen Gefühle und unumgängliche Tatsachen personifizieren sich auf der Bühne und werden bis ins letzte Detail ausgeschlachtet. So sucht sich die Midlife-Crisis einen geeigneten Befruchter, die Menopause fühlt sich unerkannt, dem Tod geht es gar nicht gut und die Liebe wird ständig mit Sex verwechselt. Die Eizelle und das Sperma rufen gesanglich im Stil des Songs “My heart will go on” zu mehr Geschlechtsverkehr auf.

Auch die Politik kommt beim Großen Dingsbums nicht zu kurz: H.C. Strache, Werner Faymann, Dr. Heinz Fischer, Stefan Petzner, Maria Fekter wird jeweils ein Song gewidmet und hält deren typischen Verhaltensmustern einen Spiegel vor.

Dass ein Auffahrunfall zwischen Mann und Frau nicht unbedingt in trivialem Umgangston geschlichtet werden muss, beweisen die beiden Kabarettisten mit ausgewähltem Sprachschatz. Eine “Schlampn” wird zu einer “Erotomanin fortgeschrittenen Grades”, ein “Kotzbrocken” zu einem “Gastro-Intestinalem Katalysator”, die “blade Sau” zu “Adipöser Paarhufer” und die “Brunzkachl” zur “Urinabsonderungs-Keramik”.

Im Shopping-Kanal gibt es die Depression 3000 zu kaufen, die für Manager ein Super-Burn-Out mit anschließendem Herzversagen bietet oder für alle eine Mega-Winterdepression.

Letztendlich müssen beide Doktoren einsehen, dass kein Ende der Sinnlosigkeit in Sicht ist und löschen das Kurzzeitgedächtnis der Zuseher.

Fazit: Ein Kabarett, das mit viel Intelligenz, hohem Körpereinsatz und gesanglicher Glanzleistung das Publikum in Atem hält.

Post to Twitter Tweet This Post Post to Facebook



Eine Reaktion zu “Froh auf der Suche nach dem großen Dingsbums”

  1. Rainer O.am 24. September 2011 um 01:25 Uhr

    Vielen Dank für die lobenden Worte. Es war ein sehr schöner, amüsanter Abend mit ganz tollem Publikum. Wir hatten sehr viel Spaß und hoffe, dass wir das wiederholen können :-)

    Alles Gute! R.

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechne das Rechenbeispiel aus und gib das Ergebnis in das Feld ein. Warum muss ich das eingeben?